29.03.2025 – III. Weg Aufmarsch in Berlin Hellersdorf

1. April 2025

Am 29. März 2025 führte Der III.Weg eine Demonstration mit 260 Teilnehmenden in Berlin-Hellersdorf durch. Der Aufzug war erst wenige Tage vorher angemeldet worden, um antifaschistischen Gegenprotest zu erschweren. Der Aufmarsch wurde unter dem Motto „Unsere Alternative heißt Revolution“ angemeldet und markierte gleichsam den zehnten Jahrestag der Gründung des Berliner Stützpunkts. Zu diesem Jubiläum reisten Kader der Partei aus dem gesamten Bundesgebiet an. So waren Neonazis aus allen Bundesländern in denen Der III.Weg Stützpunkte unterhält nach Hellersdorf gekommen. Neben dem Bundesvorsitzenden (10) und dem Berliner Stützpunktleiter (1), war der Großteil der Führungskader der Partei vertreten. Trotz des Jubiläums des lokalen Stützpunkts, war kaum mehr als jeder fünfte Teilnehmende aus Berlin oder Brandenburg. Aus Berlin waren außerhalb der NRJ nur (2), (3), (4), (5), (6), (7), (8) und ein Unbekannter Neonazi(9) anwesend. Mit (189), Markus Bischoff (190) und Enrico Schottstädt (191) konnte die Partei in Berlin nur extrem wenige lokale Neonazis außerhalb der Parteistrukturen mobilisieren.

Aus dem Landesverband Brandenburg waren die meisten Teilnehmenden aus den Landkreis Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und der Uckermark zu der Demonstration gereist. Hier hat die Partei in den Regionen um die Städte Wittstock, Wittenberge und Angermünde ihre größten Aktionen in den letzten Jahren vorzuweisen. Aus der Heimat des Bundesvorsitzenden in der Uckermark kamen (11) und (12). Aus den Lankreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin kamen (13), (14), (15), (16) und (17) zur Demonstration. Immer präsenter werden auch die Strukturen die sich inzwischen in der Lausitz verfestigen konnten. Im Nachgang der Demonstration aufgenommene und in sozialen Medien veröffentlichte Bilder der Neonazis zeugen davon, dass die Partei am selben Abend den Stützpunkt Spreewald/Lausitz gegründet hat. Zu diesem neuen Stützpunkt können unter anderem (18) und ein weiterer unbekannter Neonazi(19) gezählt werden. Des Weiteren schlossen sich die Brandenburger Kader (20), (21), (22), (23), (24) und zwei Unbekannte (25, 26) an.

Prägend für den III.Weg ist vor allem seine Jugendarbeit. Fast alle öffentlichkeitswirksamen Aktionen im Raum Berlin werden durch Personen von der Nationalen Revolutionären Jugend ausgeführt. So wird seit Jahren regelmäßig an Schulen in Berlin und Brandenburg mit Flyern für die Gruppe geworben. Über diese Aktionen und die Social Media Arbeit wird versucht junge Menschen für die eigene Sache zu gewinnen. Führender Kopf der Gruppe ist der Jugendleiter (27). Auch seine Partnerin (28) ist sehr aktiv in der lokalen NRJ. Neben diesen waren mit (29), (30), (31), (32) auch mehrere bislang unbekannte Neonazis (33-39) aus dem aktiven Teil der Parteijugend auf der Demonstration vertreten.

Neben Nazis aus Berlin und Brandenburg war der Landesverband Mecklenburg Vorpommern mit einer Vielzahl an Mitgliedern vertreten, darunter (40), (41), Max Krüger(42), Alexander Wündsch(43), Roy Porsch(44), Thorsten Rakow(45), (46), Robert Neidhardt(47) sowie acht weitere Neonazis (48-55). Die Verbindungen zwischen dem Berliner Stützpunkt und den Kadern aus Mecklenburg-Vorpommern sind besonders eng. Regelmäßig besuchen sich Stützpunkte gegenseitig, im Vordergrund stehen hierbei Kampfsporttrainings, wie beispielsweise vor kurzer Zeit das Video zum Song „Slava Ukraini“ des Rappers Kombaat alias Manuel Eder zeigt. Eder sitzt zurzeit in Österreich eine neunjährige Haftstrafe wegen Wiederbetätigung im nationalsozialistischen Sinn ab. Im veröffentlichten Videos sind Berliner und Mecklenburg-Vorpommersche III.Weg Mitglieder zu sehen, die gemeinsam Sport treiben und Transparente in die Kamera halten. Ein Großteil der in dem Video zu sehenden Personen ist auch in Berlin-Hellersdorf vertreten gewesen.

Außerdem nahmen Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet teil, darunter aus Sachsen (56), (57), Lennard Kordes(58), (59), (60), Thomas Heyer(61), Erik Jungfer(62), Kevin Glöckner(63), Dominik Greschow(64), aus Sachsen-Anhalt Björn Rimmert(77), (78), Hans Zimmer(79), Tim Niclas Robra(82), aus Baden-Würtemberg Nick Mauser(76), aus Bayern Karl-Heinz Statzberger(80) und Christina Beck (180), aus Thüringen René Schaller(71), Marvin Steingans(72), Isabell Hess(73), Philipp Rang(74), und aus Nordrhein-Westfalen Julian Bender(70). Der Großteil der Demonstrationsteilnehmenden traf sich unter Polizeiaufsicht auf einem Parkplatz am S-Bahnhof Hönow und fuhr von dort geschlossen zum Aufmarschort.

Schon zum ersten Mai im vergangenen Jahres hatte der III. Weg in Sonneberg ohne öffentliche Mobilisierung eine Demonstration abgehalten. Durch die selbe Taktik konnte die Partei auch am Wochenende in Hellersdorf relativ störungsarm eine Demonstration durchführen. Viel schien man sich selbst jedoch trotzdem nicht zuzutrauen. So meldeten die Neonazis eine kurze und relativ unattraktive Route über die großen Straßen um den U-Bahnhof Hellersdorf an. Somit war es relativ einfach für die Polizei Blockaden der Route zu unterbinden. Eine offenbar monatelang geplante Demonstration nicht öffentlich zu bewerben und damit auch nur den eigenen Parteikreis zu erreichen kann zwar als ein gewisses Zeichen organisatorischer Stärke verstanden werden, führt aber auch dazu dass sich außerhalb der eigenen Parteikader nahezu keine Personen dem Aufmarsch anschlossen. Dies scheint jedoch vom III. Weg gar nicht gewünscht zu sein. Die Partei gefällt sich offenbar darin allein im eigenen Saft zu stehen und organisiert lieber eine extrem aufwendige Anreise aus ganz Deutschland als mit den nicht in der Partei organisierten Strukturen der lokalen Neonaziszene zusammen zu arbeiten. So konnte die Partei zwar ein organisatorisches Ausrufezeichen setzen, die lokale Stärke bleibt aber personell überschaubar.

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